Donnerstag, 6. November 2014

Schottland in einer Woche Teil 2

Tag. 4

Der vierte Tag begann nach einem opulentem, schottischen Frühstück mit einem Besuch in Inverness. Eigentlich wollten wir das Inverness Castle besichtigen, welches aber nicht wirklich auf unserem Programm stand. Wir hatten also keine Erkundigungen eingeholt und sahen dem entsprechend etwas blöd aus, als wir endlich einen Parkplatz hatten und dann leider feststellten das im Inverness Castle die Polizei untergebracht ist. Von einem Verhaften lassen haben wir abgesehen. Immerhin konnten wir ein Foto von Flora MacDonald, sowie von jede Menge wilden Hasen machen.
Inverness Castle

Flora MacDonald


Einer der vielen Park-Häschen

Unser nächstes Ziel war Culloden Moor. Einer der traurigsten Orte Schottlands empfing uns standesgemäß mit Nieselregen. Es war nicht wirklich viel los und so konnten wir das Visitercenter in aller Ruhe auf uns wirken lassen. Mich hat dieser Ort schwer beeindruckt. Ich bin den Weg der Jakobiten ebenso gegangen, wie den der Engländer, die, wenn man es recht bedenkt, ebenfalls aus vielen Schotten bestanden. Teilweise standen sich Verwandte gegenüber. Schrecklich! Den 5-minütigen Film in dem kleinen Kino, in dem man selbst im Mittelpunkt der Schlacht steht, haben wir zu dritt angesehen.
Was mich betrifft, ich gebe zu, mir war schlecht!
Das hat sich auch nicht mehr gebessert. Da ich mir ja unbedingt von der netten Dame in damaliger Mode gekleidet mit Arzttasche, erklären lassen musste, was ein Feldarzt alles an Instrumenten dabei hat.
Ist es nicht Bitter das lediglich ein falsch ausgesuchtes Schlachtfeld, ein Moor, die Schuld am fürchterlichen Schicksal und der Tragödie Schottlands trägt!?    
Ich bin eine gefühlte Ewigkeit vor den Schlachtplänen gestanden, konnte nicht wirklich glauben, wie logisch das Scheitern der Hochlandarmee im Nachhinein gewesen war.
Alles nur wegen einem Moor. Wie schrecklich makaber!
Gedenktafel für die Gefallenen


Die Quelle der Toten
Altes Cottage
Im Anschluss standen die Clava Cairns auf dem Programm. (Clava Cairns sind eine lokal begrenzte Form endneolithischer Megalithanlagen in Schottland. Laut Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Clava_Cairn). Wir brauchten 3 Versuche um die kleine Single-Track-Road (von der wir dachten es ist ein Feldweg!) zu finden. Die Überraschung war groß, als wir wiedererwarten feststellten, dass wir richtig waren.
Leider passten wir nicht durch den gespaltenen Stein. Und obwohl gewisse Leute sogar Steine aus Rundhäusern zogen, diese dann aber doch wieder an Ort und Stelle stecken, wurden wir nicht in der Zeit zurückgeschickt!
Clava Cairns
Zum krönenden Abschluss ging es dann zum Cawdor Castle. Eines der schönsten Castles Schottlands. Am tollsten fanden wir ja die Ahnengalerie. Zur damaligen Zeit war hässlich gemalt werden besonders "In".
Cawdor Castle

Die Zugbrücke zum Cawdor Castle

Die alte Brücke von Carrbridge
Nach einer wundervollen Fahrt durch eine zauberhafte Landschaft, ließ man uns leider (oder dem Aussehen nach, glücklicherweise!) nicht in unser zu vor gebuchtes B&B es war keiner zu Hause.
In Carrbridge kamen wir dafür sofort in einem sehr hübschen B&B unter, fast gegenüber von der alten Brücke. Im Pub zwei Häuser weiter haben wir sehr lecker gegessen und Rollos Zwilling (ja, der von Vikings) hinterm Tresen beobachtet.

Tag. 5           

Begann erneut mit einem sehr Leckeren und im Kilt servierten schottischem Frühstück. Dass wir auch nötig hatten, wie sich rausstellte. Unser Nächster halt war nämlich die Whisky Destille von Strathisla.
Cori & Ich / Pia vor den Luxus Whiskys in der Lounge


Die Strathisla Destillery hatte zwar Saison-Pause dafür hatten wir aber auch eine private Führung, mit Màire, die super Deutsch konnte. Wir durften sogar sehen, wie einer der großen Brennblasen erneuert wurde und wie einer der neuen Wash-Tanks (dort, wo dann die Hefe gärt zb.) erneuert wurde. Der Oberhammer war aber das Whiskylager, durch das wir schlendern durften. Schon alleine vom Angelshare (dem Whiskyduft, da ja vieles aus den Fässern verfliegt / verdunstet!) war Frau schon fast betrunken. Mit großen Augen haben wir das ganz besondere Fass für Prinz William zum nächsten Geburtstag - eine Sonderabfüllung, hinter einem goldenen Gitter betrachtet.
Zum kleinen Whiskytasting gab es dann gleich Stolze 3 Verschiedene.
1x Grain (was ja eigentlich noch kein Whisky ist, weil der Alkohol zu schwach ist),  1x Strathisla und 1x Chivas Regal  18j.
Danach war zumindest ich & Cori bestens gelaunt und froh das Biggi, unsere weltbeste Linksfahrerin war.
Wir haben dann jede Menge Strecke gemacht und sind zurück bis nach Fife gefahren, um dort Highlandgames anzusehen.
Was soll ich sagen, hier hat uns unser Glück verlassen.
Erst haben wir die Highlandgames nicht gefunden, dann keinen Parkplatz und letztendlich sahen wir nur noch die Pipeband abmarschieren.
Wieder keine Kilt tragenden Schotten ...SEUFZZZZ    
 Dafür haben wir nach dem Wir unser neues B&B, wieder ziemlichen Weg zurück, in Pitlorchy bezogen hatten, (eine Ferienwohnung gegenüber der Blair Atoll Destillery) noch einen zauberhaften Blick vom Queens View auf den Loch Tummel!
Wahrhaftig Königlich !



Dieser Abend endete mit einem tollen Essen in einem Restaurant.... mmmmh und da sag noch einer die Schotten können nicht kochen !









Kommentare:

  1. Wer sagt, dass die Schotten nicht kochen können? Das sind die Eng.län.der!!! Toller Bericht, ich wünschte ich wäre dabei gewesen. ;-)

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  2. Im Herzen haben wir dich doch IMMER dabei ;-) Und nächstes mal bist DU unsere führerin durch Glasgow !!!

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