Dienstag, 23. Dezember 2014

Schottland in einer Woche Teil 3

Tag 6:
Unserer Schottlandreise führte uns nach einem erneuten schottischen Frühstück zum ziemlich nah gelegenen Blair Atholl Castle. Vor dessen Toren der Porsche-Club sich ein "Stell-dich-ein" gab.
Das Blair Athol Castle ist das einzige schottische Castle das über eine Privatarmee verfügt. Die Atholl Highlanders sind noch heute dort stationiert. Wobei es sich bei dieser Armee um eine private Leibgarde handelt. http://de.wikipedia.org/wiki/Blair_Castle
Blair Castle

Das Blair Atholl Castel ist mit seine weiß gekalkten Wänden wirklich toll anzusehen. Natürlich gibt es einen eigenen Golfplatz und einen eigenen Campingplatz im Burggarten.
Man bekommt sehr viel Räume zu sehen. Wir haben uns natürlich einmal mehr über die Ahnengalerie amüsiert.
Glücklicherweise befand sich vor dem Blair Atholl Castle eine Weide mit Highland Rindern.
Endlich hatten wir auch die Möglichkeit zu halten und Fotos zu machen.
Was uns zuvor nicht gelungen ist. Somit war vor allem unsere liebe Corinna glücklich.

Der nächste Halt führte uns direkt gegenüber unseres vorherigen B&B's zur Bells Destillerie die zur Blair Atholl Desitillerie gehört, da Edradur (zu der wir eigentlich wollten) leider Sonntags geschlossen hat. http://en.wikipedia.org/wiki/Bell's_whisky
Ich vor der Bells Destillerie

Diese Führung hat uns nicht wirklich zugesagt. In einem Pulk aus Touristen (pro Tour ca.20) , genau getaktet wurde man durch die wirklich sehr Kommerzielle Destillerie geführt. Immer in Sicht die Führung vor und hinter uns. Außerdem wird in dieser Destillerie wirklich nichts mehr am Ort gelagert oder abgefüllt. Der Eintritt war wenn man die Relation zu Strathisla sieht auch teuer. Whiskytasting war ein Dram im Schnellverfahren. Logisch. Schließlich saß uns die nächste Führung bereits im Nacken.

Von dort aus haben wir wieder ordentlich Kilometer gemacht, um bei meinem absoluten Highlight  anzukommen. Dem Dunnottar Castle bei Stonehaven.


Mehr als beeindruckend erhebt sich die gewaltige Ruine des Dunnottar Castles auf einer großen Klippe. Schon allein der Weg zum Castle hinauf ist spektakulär und nicht gerade einfach. Umso mehr mussten wir uns wieder über diverse Damen wundern, die den langen Fußweg in Flipflops oder gar Absatzpantoletten bewältigt haben.
So sahen die Wege zum Castle aus!
Na gut ob sie angekommen sind entzieht sich unserem Wissen. Wir hatten für den Marsch zum Castle zumindest die passende Musik von einem Schotten, der seinen Pips wunderbare Klänge entlockte.
Die Aussicht von den Mauern des Dunnottar Castles hat etwas sehr Erhabenes. Das Leben dort lässt sich sehr gut vorstellen. Bei genauem Betrachten finden sich zahlreiche erhaltene Dinge aus der glorreichen Zeit des Castles. Beeindruckend ist auch die restaurierte große Halle.
Ein wirkliches Highlight. 
Einziges Manko: Auf dem Weg zum Auto zurück, hatten wir keine Musik mehr und es war ziemlich anstrengend.  

Den Rückweg haben wir an der Küste entlang genommen mit einem Zwischenstopp in Arbroath. Bevor wir dort ankamen, haben wir allerdings Wale gesichtet. Zumindest hatten wir uns das eingebildet. Nach 10 Minuten konnten wir feststellen, dass es sich um Steinwale handelte. L o L. Soll heißen; es waren nur Steine, an denen sich die Wellen so gekonnt brachen, dass es aussah, als blase ein Wal eine Wasserfontäne in die Luft.
Merke: Wir brauchen alle samt neue Brillen ! 
In Arbroath haben wir des berühmten Arbroath-Smokies wegen gehalten. geräucherten Fischspezialität, die wir in einem Fischgeschäft erstanden haben und mit Zitrone sowie Ciabatta-Brötchen auf dem Kofferraumdeckel unseres Leihwagens verspeist haben. Mmmmhhhhhh. Und gegen Möwen verteidigen mussten!
Arbroath-Smokie

Von dort aus haben wir weiter Kilometer gemacht, und zwar bis zu unserem Hotel in Glasgow.
Viel Zeit bliebe uns in unserem Hotel nicht, da wir uns mit dem bekannten Sänger und Schotten Raymond Hackland und einer wundervollen Freundin (die wir leider nicht namentlich nennen dürfen) zu einem Pub-Abend im The Scotia-Club getroffen haben. Von wo aus wir in den nächsten Pub und noch einen Pub weiter gingen. Leider, leider bekam meinem Magen der Fisch nicht. Was damit endete, dass Raymond ganz der Gentleman mir eine Milch bestellen musste, die ich auf Ex ausgetrunken habe.Diese Geschichte werde ich nun nie mehr los.
Beweis-Handy-Foto
(Angeblich hilft das gegen Sodbrennen . Zumindest kurzfristig!)

Tag 7:
Unser Vorletzter Tag begann mit einem schottischen Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ.
Unser erstes Ziel an diesem Tag war die St. Mungos Cathedral & der Friedhof Nekropolis.
Trotz der vielen Einbahnstraßen und Busspuren, sowie dem Mangel an Parkplätzen die man länger als 1 Stunde nutzen darf, ließ sich unsere super Fahrerin Biggi nicht unterkriegen. (Du hast keine Ahnung wie sehr ich dich dafür bewundere, liebe Biggi!) Schließlich hatten wir unmittelbar neben der Cathedrale einen Parkplatz ergattert.
Die St. Mungos Cathedral ist der helle Wahnsinn. 

Riesen groß erstreckt sie sich über mehrere Stockwerke. Mit wundervollen bunten Fenstern, die auf den Fotos leider nicht so farbenfroh herauskommen, wie sie real aussehen. Schade, dass Frau nicht bis zu den Säulengängen unterm Kirchendach oder in tiefer gelegene Krypta durfte. (Ich gebe zu, mich interessiert so etwas immer brennend!)
Den bekannten Friedhof Nekropolis

haben wir bei bestem Wetter angesehen. Wo bei es sehr schwierig war, ein Foto ohne die spielenden Kinder der Schulklasse zu machen, die zwischen den Gräbern getobt haben. Oder den Joggern die auch immer dann auftauchten, wenn mein Finger am Knopf war...

Im Anschluss haben wir nach ewigem Suchen ein Parkhaus gefunden in dessen 10 Stock (oder waren es noch mehr?) wir glücklich einen Parkplatz fanden. Unser Ziel war einer der roten "Hopp on - Hopp off" Busse um gemütlich Glasgow zu erkunden und die Einkaufsmeile zu finden.


Dummerweise liefen wir mit unserem ungenauem Stadtplan genau in die falsche Richtung zu beidem!
Nach dem Wir die Einkaufsmeile eingekreist hatten und feststellen durften, das wir lediglich um die Ecke gehen hätten müssen, kamen wir dennoch an.
Und wer lief uns über den Weg? Raymond, der mit Eltern und Neffe einkaufen war.
Nach einer Menge Einkäufen. Mussten wir erneut etliches laufen, bis wir letztendlich eine Haltestelle für die "Hopp on - Hopp off" Busse gefunden hatten. *LoL* .
The Scotia vom Bus aus
Der nette Fahrer erklärte uns das dies nicht die richtige Bushaltestelle für den Beginn der Tour wäre, er uns aber zu ihr Mitnehmen würde. Schließlich haben wir es doch noch in den richtigen Bus geschafft.
Central Station
 Außerdem bekamen wir den Studenten Tarif , weil es die letzte Mögliche Tour des Tages war,
Fazit: 1 Tag Glasgow ist viel zu wenig!
Fazit: 2 Es gibt eine Bushaltestelle für die "Hopp on - Hopp off" Busse direkt vor dem Hotel, 
in dem wir abgestiegen waren !
Der Abend endete gemütlich an der Hotelbar .

Tag 8:
Begann erneut mit einem großen schottischen Frühstücksbuffet und der Abreise zurück nach Edinburgh zum Flughafen.
Vorbei an Stirling und den zauberhaften Kelpies, wurde uns das Herz immer schwerer.
Im Flugzeug war uns dann eigentlich zum Heulen zumute.
Schottland, 
wir kommen ganz sicher wieder ! 

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